Faial – III

Faial – III

Wir haben uns gestern zu viert mit dem Taxi zu der riesigen Caldeira (Vulkankrater) im Nordwesten der Insel auf knapp 1.000 m Höhe bringen lassen. Auf dem Grat des Kraters führt ein schmaler Wanderweg einmal rundum, wir sind dann noch etwas weiter den „Weg der 10 Vulkane“ gegangen, von denen wir 2 weitere rauf und wieder runter sind. Der Taxifahrer meinte, wir hätten wettermäßig einen super Tag erwischt – oben war es total windig, kalt und regnerisch und die Caldeira komplett wolkenverhangen. Einmal war für 10 Sekunden tief unten der Kratergrund zu sehen – meine Kamera hatte ich leider erst nach 11 Sekunden bereit. Trotzdem war es eine herrliche Wanderung, mit dem Nebel und Dunst in einer ganz besonderen Stimmung. Und mit jedem Meter, den wir abgestiegen sind wurde das Wetter besser und die Vegetation üppiger. Hohe Hortensienhecken säumen die Wege, abgewechselt mit über mannshohen Erika-Sträuchern, dann wieder Wälder aus so einer Art Mammutbaum und als „Unterholz“ riesige Ingwerstauden. Absolut jeder Quadratzentimeter ist mit irgendeiner niedlichen Pflanze bewachsen. Die Vegetation ist ja nicht ganz so spektakulär wie in der Karibik, aber einfach total nett anzusehen, irgendwie lieblich. Ich kam mir stellenweise vor wie ein Hobbit, der durchs Auenland wandert.
Überhaupt scheinen die Azoren ein Paradies für Wanderer zu sein, davon trifft man einige. Auch hier im Hafen, wo sie die vielen Bilder an der Kaimauer betrachten und ganz interessiert feststellen, dass man sogar hersegeln kann…
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