Palmeira auf Sal – III

Palmeira auf Sal – III

Heute Morgen sollten wir zwischen 8 und 9 Uhr zur Polizeistation kommen, um die Visa-Stempel in unsere Pässe zu erhalten. Wir waren etwas spät dran und erst gegen 8.40 Uhr dort – die Polizeistation war noch verrammelt. Also sind wir in eine Bar in der Nähe, um bei einem Kaffee dem Polizisten aufzulauern, sobald er sich der Polizeistation nähert. Ihn haben wir dann in der Bar getroffen! Er hat uns bedeutet mitzukommen, vor der Polizeistation aber erklärt, wir müssten auf seinen Kollegen von der Immigration-Police warten, der den Stempel habe. Wir: Wann der denn käme, gestern hieß es, zwischen 8 und 9. Er: Ja, könne sein, er wisse es nicht – das sei Kap Verde. Er kam dann tatsächlich um kurz nach 9 angefahren – in ärmellosem T-Shirt und Shorts – es sei schließlich Sonntag. Er war total nett! Ich musste ein inhaltlich gleiches Formular wie gestern ausfüllen – was ihm aber etwas zu lange dauerte und das er mir 3/4 ausgefüllt wieder abnahm. Am Ende hat er uns dann die Visa-Stempel lautstark in die Pässe geknallt und wir konnten gehen.
Das Hauptverkehrsmittel auf den Kapverden sind „Aluguer“, eine Art Sammeltaxi – meist recht alt, oft PickUps oder Kleinbusse. Die Fahrer durchstreifen die Straßen auf der Suche nach Fahrgästen und vom Prinzip bestimmt der erste Fahrgast, in welche Richtung es grob geht. Feste Linien oder gar einen Fahrplan gibt es nicht. Die 8-km-Fahrt in die Hauptstadt von Sal, nach Espargos, hat auf dem Hinweg umgerechnet 2 €/Person gekostet, auf dem Rückweg 1 €. Während die Hafenstadt Palmeira 500 Einwohner hat (die wir gestern Abend auf den Straßen wahrscheinlich alle gesehen haben), leben in Espargos, der größten Stadt auf Sal etwas über 6.000 Einwohner, Tendenz stark steigend.
Heute Abend wollten wir gerne gebratenen Thunfisch essen und haben in einem Restaurant danach gefragt. Ja, dass sei kein Problem, in 1 Stunde, der Fisch würde gleich angelandet. Es ist dann jemand mit einem Eimer losgezogen und mit 2 Gelbflossen-Thuns zurück gekommen. Mit dem einen Thunfisch ist jemand anders weitergezogen und von „unserem“ wurden auf der Straße die auf dem Foto fehlenden Stücke für uns herausgeschnitten. Der restliche Thunfisch ist dann auch weitergezogen, evtl. ja ins nächste Restaurant.
Er war sehr lecker, unser Fisch!
Vorher haben wir in der Hafenbar noch etwas getrunken, mit Blick auf die Kalaha spielenden Menschen, die Ankerbucht und die good old Lady. Wenn ich manchmal so kurze Videosequenzen bei YouTube oder wo auch immer sehe, fällt es mir schon mal auf, wenn die Unterlegung des Videos mit Musik besonders gut gelungen ist – hier genügt es schon ein Video aufzunehmen und man hat automatisch den absolut 100 %ig passenden Soundtrack mit aufgenommen. Ich werde gleich mal versuchen, so ein Video hochzuladen.
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3 thoughts on “Palmeira auf Sal – III

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      In was für eine tolle fremde Welt seid ihr da gelangt! Mit Thunfischsteaks aus dem Vollen geschnitzt und immer Küste in der Nähe 👍😃
      Perfekt – bis auf die Sitzhaltung im Sammeltaxi …
      Tut bei so einem Paradies die Karibik denn noch Not ? 😋

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      Hui,hier sind die Eltern von Matthias, wir haben schon Angst dass ihr nicht wieder kommt, der Rasen muss gemäht werden.
      Nur ein kleiner Scherz.
      Muss ja ein tolles Abenteuer sein, was wir euch von Herzen ❤ gönnen.
      Euch weiterhin viel Spaß.

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      Tja, das ist ja wohl eine ganz andere Welt, die ihr da entdeckt.
      Komisch, ich muß dabei immer an die großen Greyhound-Überlandbusse denken, mit denen finanzkräftige Touristen von Edel-Reisegesellschaften über verordnete Pisten durch die Gegend gekarrt werden; oder an den neuen Kreuzfahrtriesen der Meyerwerft mit Platz für 6.000 Passagiere. Hoffentlich gewinne ich mal nicht solch eine Kreuzfahrt.
      Dagegen kommt ihr mir immer vor wie zwei abenteuerlustige und erlebnishungrige große Jungs, die auf ihre Art die Welt erkunden.
      Da kann man schon richtig neidisch werden.
      Uns bleiben da aber die ganz hervorragend verfassten (fast) täglichen Reiseberichte, die von Etlichen aus dem Bekanntenkreis immer schon neugierig erwartet werden. Weiterhin alles Gute.

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