São Jorge – II

São Jorge – II

Die Brillenbestellung war leider nur so semi-erfolgreich! Die Nahbrille haben sie hinbekommen, aber die Gläser der Fernbrille sind beim Stanzen der Befestigungslöcher leider zerbrochen 🙄! Sie könnten neue bestellen, die wären mit Glück in 2 Wochen aus Portugal da 🙄! Ok, schönen Dank – dann muss ich im Notfall eben meine Sonnenbrillen nehmen, das wird schon gehen!
Gestern Abend, es war dunkel, ich war an Bord, habe ich Stimmen gehört! Eine Folge der Einhand-Segelei? Das war richtig unheimlich und ziemlich laut. In einer Art und Weise, die ich gar nicht nachmachen kann. Menschen waren nicht zu sehen, Meerestiere auch nicht, blieb nur noch der Blick in die neben dem Schiff steil aufragende Felswand. Und da waren sie im Schein der Taschenlampe: Unmengen von komischen Seevögeln, Lummen oder so was, die in der Felswand saßen oder umherflogen – im Dunkeln. Und diese komischen Laute von sich gaben. Ich glaube, den Jungen wurde gerade das Fliegen beigebracht – ist ja vielleicht im Dunkeln nicht so peinlich, wenn’s nicht gleich auf Anhieb klappt… Wenn die heute Nacht wieder dieses Spektakel veranstalten, mache ich einen Mitschnitt und reiche den nach.
Ich bin dann eben noch kurz vom Boot aus auf den „Hausberg“ von Velas spaziert. Dort oben steht die Ruine eines alten Walauskucks und es gibt jede Menge grandioser Ausblicke – bei denen sich immer irgendwie der Pico von der Nachbarinsel mit ins Bild schummelt. Aber das darf er, er sieht auch zu spektakulär aus!
Velas ist ja echt nur ein recht kleines Städtchen mit gerade mal 2.000 Einwohnern – aber einer sagenhaften Infrastruktur! Hier gibt’s diesen niedlichen kleinen Stadtpark, eine riesige Veranstaltungshalle (das orange-weiße Gebäude rechts neben dem Pico), eine tolle Open-air-Bühne (auf der gerade die jugendlichen Karten spielen), ein fantastisches Natur-Schwimmbad mitten in der Stadt zwischen den Lava-Felsen (in das jede*r immer darf, ob da ein/e Bademeister*in rumturnt oder nicht) und eine feudale Mehrzweck-Sportanlage (wer den Ball in den Atlantik schießt, muss ihn wiederholen).
Gleich um 19.00 Uhr miete ich mir einen Motorroller für ein paar Tage. Ich habe hier noch vier Tage eingeplant, bevor ich für ebenfalls 5 Tage nach Terceira segeln werde und von dort am 12.06. nach Falmouth/Südengland starte – so der Plan.
Ach ja, kurz bevor ich gestern ablegen wollte, kam noch Alan, ein Engländer aus Southampton vorbei und hat mir seine Adresse gegeben und mir seinen dortigen Marinaliegeplatz bei GoogleMaps gezeigt. Wir hatten uns einige Tage vorher unterhalten und er meinte, sein Liegeplatz wäre frei, den könne ich bei Bedarf belegen – er sei ja gerade unterwegs. Ich solle ihm nur kurz vorher Bescheid sagen, damit er die Marina informieren kann, dass das ok sei, wenn die good old Lady dort anlegen möchte! Nett, ne?
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