São Jorge – III

São Jorge – III

Gestern bin ich zu einer der sog. Fajãs gewandert. Was man sich darunter vorstellen muss? São Jorge ist wie alle Azoreninseln vulkanischen Ursprungs. Hier reihen sich Krater an Krater und bilden die 58 km lange, aber nur 8 km breite Insel. Die Küsten sind fast überall Steilküsten, Strände gibt es nicht. Diese Steilküsten sind im Laufe der Jahrtausende erodiert und an einigen Stellen ins Meer abgerutscht. Dort haben die Geröllmassen teilweise riesige Terrassen auf Meeresniveau gebildet. Da das Ausgangsgestein vulkanisch ist, ist der Boden äußerst fruchbar und wurde intensiv landwirtschaftlich genutzt. Das sind die sog. Fajãs. Auf einigen stehen nur wenige kleine Gehöfte, auf anderen ganze Dörfer. Und da es sich um Steilküsten handelt, sind einige bis heute nur zu Fuß über schmale Pfade zu erreichen, die in ewigen Serpentinen in den Felswänden verlaufen. So auch die Fafã d’Além, zu der ich gestern hinabgestiegen bin. Sehr wenige der ca. 20 Häuschen scheinen noch bewohnt und die kleinen, von Mäuerchen aus Lavagestein umgebenen Felder noch bewirtschaftet. Einige der winzigen Steinhäuschen wurden zu Ferienwohnungen umgebaut – der Auf- und Abstieg dorthin bedeutet jeweils ca. einstündiges, schweißtreibendes Gekraxel. Die Bergstation der maroden Seilwinde, mit der Material hinunter und die Ernte hinauf transportiert werden konnte, wird gerade aufwändig restauriert.
Zu der Fajã do Ouvidor, auf der ein ganzes Dorf Platz hat, führt hingegen eine befahrbare Straße. Auch dort hat man, wie hier in Velas, im Lavagestein der Küste ein Natur-Freibad angelegt. Sieht sehr einladend aus!
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2 thoughts on “São Jorge – III

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      Fantastische Bilder Dirk. Und die Naturbäder sind echt ein Traum. Ich hoffe, dass Du dort auch mal reinspringst und ein Bad nimmst und nicht nur rumkraxelst 🙂 LG Corinna

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      Ja, die Bilder sind beeindruckend und faszinierend, so wie die Landschaften und überhaupt die gesamte Reise mit der Teal und all euren Abenteuern!
      (Vorsichtiges) Aber: stell mal die unzähligen Wanderungen und Erlebnisse mit deinen unzerstörbaren Crocs fotografisch etwas mehr in den Vordergrund- dann bist du Influenzer und kannst locker eine Rustler in Falmouth kaufen, ohne sie vorher gesehen zu haben, andere machen das doch auch 😃✌
      (von Halmatic allerdings hast du möglicherweise kein sponsoring zu erwarten, oder gibt’s die noch? Und gute Güte, von der Sternstunde britischer Ingenieurskunst, dem Hersteller der Rollreff, eher auch nicht, oder 🤔?)

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